Samstag, 5. März 2016

MYTHOS POLARLICHT - Michael Hunnekuhl

Quelle Delius Klasing

Zum Buch


 
Quelle und Copyright: Delius Klasing / Michael Hunnekuhl
Seit ich letzten Sommer für zwei Wochen in Island war, möchte ich einmal die Polarlichter sehen. Damals war es die falsche Jahreszeit und ohnehin war der Himmel die ganze Zeit über stark bewölkt. Einmal einen Winter in Skandinavien verbringen, einmal die Nordlichter sehen (und fotografieren). In seinem Buch Mythos Polarlicht erzählt Michael Hunnekuhl, dass es vielen Menschen so geht, dass unzählige sich vom Polarlicht verzaubern lassen möchten und dass es sie fasziniert. Aber wieso ist das so? 

In der Wissenschaft gibt es noch immer viele ungelöste Rätsel diese wunderschönen Lichter betreffend. Andererseits können wir auf das Wissen von Jahrhunderten zurückblicken, weil die Polarlichten die Menschen seit jeher faszinieren und schon unsere Vorfahren ihre Entdeckungen und Überlegungen aufgezeichnet haben. Aus den unlösbaren Rätsel entstanden damals auch eine Menge Mythen und Geschichten rund um die Lichter. 

Im Kapitel Polarlichtzauber erzählt Michael Hunnekuhl von seinen Erfahrungen mit den Lichtern. Seine Zeit in einer Holzhütte mit Plumpsklo, sein selbstgebautes Iglu, verschneite Wälder, die Kraft der Rentiere, und über allem der zartgrüne Schimmer am sonst so finsteren Nachthimmel. Seine Geschichte wird von allerhand Fotos begleitet, die nicht nur die Polarlichter zeigen, sondern auch allerhand andere Impressionen. 
 

Quelle und Copyright: Delius Klasing / Michael Hunnekuhl
Im Kapitel Antike Überlieferungen geht es um die bereits erwähnten Mythen und Geschichten, die im Laufe der Zeit entstanden sind. Steht der Himmel etwa im Flammen? Ist es tatsächlich in der Lage, Kinder zu holen, die ihm zuwinken? Ist es wirklich ein Schreckensbote? Neben all diesem Mysthischen gibt es aber auch ein sehr wissenschaftliches Kapitel - Polarlichtaktivität - das sich nüchtern und aus wissenschaftlicher Sicht mit dem Phänomen befasst. Hier geht es um die Rolle der Sonne, um Farben und Lichtstärken, um Elektronen. 

Auf einigen Seiten finden sich auch QR-Code, die man sich unbedingt anschauen sollte. Wow. 

Aus welchem Grund auch immer man sich für die Lichter interessiert - weil sie schön sind, weil sie mysthisch sind oder weil man wissen will, was es mit ihnen auf sich hat - Mythos Polarlicht beschäftigt sich mit all diesen Aspekten. Mir gefällt die Mischung aus persönlichem Reisebericht, antiken Sagen und wissenschaftlichen Fakten ausgesprochen gut. Dazwischen finden sich immer wieder atemberaubend schöne Fotos, die mich in meinem Wunsch nur weiter bestärken: einmal die Polarlichter sehen. 



~*~ Delius Klasing ~*~ 168 Seiten ~*~ 26 farbige Abbildungen und 67 Farbfotos ~*~ ISBN: 978-3-7688-3910-5 ~*~ Gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag ~*~ 5 QR-Codes ~*~ Format 21,9 x 24,6 cm ~*~ 15. September 2014 ~*~

1 Kommentar:

  1. Hey!
    Ich kann dich sehr gut verstehen! Wir hatten im Oktober 2010 und im Dezember 2013 das Glück schwaches Polarlicht in Norwegen zu sehen und es war absolut faszinierend. Ich hoffe aber auch darauf, irgendwann nochmal in Norwegen oder auf Island Polarlichter sehen zu dürfen. Eine ehemalige Arbeitskollegin lebt heute auf Island und postet wunderschöne Fotos (nicht nur von Polarlichtern). Falls es dich interessiert:
    http://eiriksstadir.blogspot.de/
    LG
    Yvonne

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