Dienstag, 18. Oktober 2016

BITTER ~ DER VERGESSENE GESCHMACK - Manuela Rüther

Quelle AT

Zum Buch


 ~*~*~*~*~*~*~*~ MEINE MEINUNG ~*~*~*~*~*~*~*~
 

Immer mal wieder stelle ich euch zwischendurch verschiedene Kochbücher vor. Besonders gerne tue ich das jetzt, in der nass-kalten Jahreszeit, in der es für mich kaum etwas Schöneres gibt, als am Herd neue Rezepte auszuprobieren. Neben internationaler Küche und diversen Diäten, die kommen und gehen, zeichnet sich ein neuer Kochbuchtrend ab: Geschmacksqualitäten. Vor ein paar Wochen haben ich Würzig! für euch besprochen (neuerdings gilt ja umami als fünfte Geschmacksqualität, was gut in die Sparte Würzig passt). Jetzt ist die zweite von fünf Geschmacksqualitäten an der Reihe: bitter. 


Quelle & Copyright: AT / Manuela Rüther
Manuela Rüthers Kochbuch Bitter - Der vergessene Geschmack  widmet sich genau diesem Thema. Irgendwann im Laufe der letzten Jahrzehnte ist es modern geworden, Bitterstoffe aus Kulturgemüse herauszuzüchten. Kaum ein Supermarktgemüse (abgesehen vielleicht von Chicorée-Salat) wird gekauft, weil es so herrlich bitter ist. Vor allem im Süden Europas kommen nun aber bittere Obst- und Gemüsesorte wieder in Mode. Zum Glück. Denn Bitterstoffe geben so manchem Essen erst den richtigen Kick, wie ich finde. 

Manuela Rüther unterteil ihre Rezepte nach verschiedenen Bittergraden, sodass wirklich jeder mit dem vergessenen Geschmack experimentieren kann. 

  1. Bitter für Anfänger
  2. Aromatisch Bitter
  3. Bitter für Fortgeschrittene
  4. Bitter-süß und salzig
  5. Trink bitter!
  6. Bitter-Apotheke

Unter Bitter für Anfänger zählen beispielsweise Zutaten wie Spargel, Oliven(öl) oder auch ganz klassisch das Bier. Bei Bitter für Fortgeschrittene findet man unter anderem meinen heiß geliebten Chicorée, Löwenzahn, Endivie oder auch Radicchio. Zu den bittersüßen Zutaten zählen etwa die Grapefruit und die Bitterschokolade, zu bitteren Getränken gehören unter anderem Kaffee und grüner Tee. Viele Zutaten also, die einige von uns ohnehin regelmäßig verwenden. Besonders nennenswert finde ich auch, dass Mauela Rüther viel wert auf gute Qualität legt und noch einmal erklärt, dass bei vielen Produkten Bioqualität unerlässlich ist: für den Geschmack und die eigene Gesundheit.  

Quelle & Copyright: AT / Manuela Rüther
Die Rezepte sind vielfältig und abwechslungsreich. Manche kann man das ganze Jahr über zaubern, andere sind durch ihre Zutaten jahreszeitenabhängig. Unter den Rezepten finden sich beispielsweise Stängelkohl mit Curry, Kokos und Cashewkernen (91), Campari-Granité (157), Flammkuchen mit Radicchio, Blauschimmelkäse und Birne (132), Überbackener Chicorée (124) oder Conchiglie alla catalogna (118).

Zwischen den Rezepten finden sich immer ein paar Erklärungen zu den Zutaten, die in die jeweilige Kategorie kommen. Wann und wo etwas wächst, wo die Bitterstoffe stecken, welche Vitamine und andere Stoffe in den Zutaten stecken. im Kapitel Bitter-Apotheke werden auch die medizinischen Wirkungen einiger bitteren Pflanzen vorgestelt. Dazu kommen frische, ansprechende Food-Fotos und ein relativ schlichtes Text-Layout, das durch einen Hauch grün aufgelockert wird. 

Bitter gefällt mir ausgesprochen gut und es ist ein Kochbuch, in das ich diesen Herbst noch oft einen Blick werfen werde. Gerade für die kalte Jahreszeit sind viele Gerichte dabei, die genau meinen Geschmack treffen. 





5 von 5 Punkten

~*~ AT Verlag ~*~ 240 Seiten ~*~ SBN: 978-3-03800-924-5 ~*~ Gebundene Ausgabe ~*~ 29,95€ ~*~ Format 19,5 cm x 26,5 cm ~*~ 22. August 2016 ~*~



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen