Montag, 23. Januar 2017

IM ZEICHEN DES TODES - Sam Wilson

Quelle Penhaligon


Zum Buch


  ~*~*~*~*~*~*~*~ INHALT ~*~*~*~*~*~*~*~
 
"Es ist ein gnadenloses System, in dem die Geburtsstunde darüber entscheidet, ob man ein Leben in Reichtum oder Armut und Elend führt. Niemand schafft es aus eigener Kraft. Die Sterne sind Gesetz. Und sie bringen den Tod … Als eine Mordserie von unvergleichlicher Brutalität die Stadt erschüttert, ruhen alle Augen auf Detective Jerome Burton und Profilerin Lindi. Der eine glaubt an seinen Jagdinstinkt, die andere an die Macht der Sterne – und beide wissen, dass sie es mit dem gefährlichsten Verbrecher zu tun haben, den die Stadt je gesehen hat. Doch sein Plan ist so finster, dass er alles Vorstellbare übersteigt …"
(Quelle Penhaligon)

  ~*~*~*~*~*~*~*~ MEINE MEINUNG ~*~*~*~*~*~*~*~

Wir befinden uns in einer Zeit, in der die Astrologie über das Leben der Menschen bestimmt. In welchen Kindergarten sie gehen, welche Jobs sie bekommen, wie hoch ihre Karrieremöglichkeiten sind, welche Ehepartner zu ihnen passen - über all das bestimmt nicht mehr und nicht weniger als das Tierkreiszeichen, in dem sie geboren wurden. Dieses Schubladensystem geht sogar so weit, dass die Profiler in dieser Welt anhand von Horoskopen erkennen wollen, wer als Mörder geboren wurde und wer nicht. 

Im Zeichen des Todes ist ein dystopisch angehauchter Kriminalroman. Als der Polizeichef auf beinahe rituelle Art und Weise ermordet wird und gleichzeitig ein junges Mädchen verschwindet, ermitteln Detective Burton und Astrologin Lindi zusammen in dem Fall. Relativ schnell wird klar, dass sie es scheinbar mit einem Serienmörder zu tun haben. In einem zweiten Erzählstrang geht es um Steinbock Daniel, der erfährt, dass er eine Tochter im Teenageralter hat und sich nun auf die Suche nach ihr macht. Wie diese beiden Handlungen miteinander in Verbindung stehen, wird recht schnell deutlich und irgendwie hat die Krimihandlung es nicht geschafft, mich zu fesseln. Auch nach 200 Seiten noch habe ich vergebens darauf gewartet, dass die Geschichte mich endlich packt. Für einen Thriller war mir Im Zeichen des Todes einfach viel zu langweilig.

Dabei ist die Grundidee sehr spannend, vor allem das leicht dystopische Setting. Die Stadt San Celest sieht sich mit einer aufständischen Widderfront konfrontiert, denn die Widder gelten seit jeher als die Unterschicht, sie leben in Armut und haben einen starken Hang zur Kriminalität. Allerdings war mir der ganze Astrologiekram zwischendurch viel zu kompliziert beziehungsweise zu schlecht erklärt. Welche Charaktereigenschaften welchen Sternzeichen zugeordnet werden, kann man immer wieder nachlesen, auch wenn das ständige Blättern nervig ist. Aber scheinbar grundlegende Begriffe wie Fragenhoroskop, Radixhoroskop, die Häuser, die Elemente, Geburtenhoroskope für Tatverdächtige und Horoskope für Tatzeiten, ... Wie all das funktioniert und was genau hinter den Begriffen steckt, mit denen hier um sich geworfen wird, wird kaum erklärt, sodass ich oft mit dicken Fragenzeichen im Gesicht dasaß. 

Im Zeichen des Todes hörte sich sehr vielversprechend an, aber ich bin leider nicht reingekommen. Die Figuren sind mir völlig gleichgültig, einige Regeln dieser Welt sind mir zu schlecht erklärt und die Kriminalhandlung konnte mich leider auch nicht mitreißen. 




3 von 5 Punkten

Cover 1 Punkt, Idee 1/2 Punkt, Plot 1/2 Punkt, Figuren 1/2 Punkt, Sprache 1/2 Punkt

~*~ Penhaligon ~*~ 480 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-7645-3173-7 ~*~ Paperback ~*~ 14,99€ ~*~ Aus dem Englischen von Andreas Helweg ~*~ 28. Dezember 2016 ~*~

 



 


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen