Freitag, 3. Februar 2017

TAGE DER DUNKELHEIT ~ ANGELFALL (2) - Susan Ee

Quelle Heyne


Zum Buch


~*~*~*~*~*~*~*~ INHALT ~*~*~*~*~*~*~*~


"Kaum hat Penryn ihre kleine Schwester Paige aus dem Hauptquartier der Engel in San Francisco befreit, wird diese erneut entführt. Und so muss sich Penryn in den rauchenden Trümmern der Stadt erneut auf die Suche nach Paige machen. Dabei findet sie heraus, welch finstere Pläne die Engel wirklich verfolgen. Ihre letzte Hoffnung ist der gefallene Engel Raffe, der jedoch vor der schwierigsten Entscheidung seines Lebens steht: Soll er auf sein Herz hören und Penryn helfen, oder soll er versuchen, seine Flügel zurückzubekommen?"
(Quelle Heyne)


~*~*~*~*~*~*~*~ MEINE MEINUNG ~*~*~*~*~*~*~*~

Tage der Dunkelheit schließt nicht nur inhaltlich unmittelbar an den ersten Band der Angelfall-Reihe an, sondern auch thematisch. Denn kaum hat Penryn es geschafft, ihre kleine Schwester Paige zu befreien, wird diese wieder entführt. Und ganz kurz blitzte bei mir die Frage auf: soll das jetzt der Aufhänger von jedem Band werden? Eine Art schwarzhumoriger Running-Gag? Auch nicht verkehrt. 

"Willkommen in der Freak-Show."
(Seite14)

Der zweite Band wirkt auf mich noch düsterer als Nacht ohne Morgen, und das gefällt mir ausgesprochen gut. Diese Wirkung kommt aber nicht nur von dem zerstörten San Francisco, sondern vor allem durch die Figuren und wie sie sich verändert haben. Allen voran Paige. Kennengelernt haben wir sie als hilfloses, liebes Mädchen, das mit ihren sieben Jahren an einen Rollstuhl gefesselt war. Gerettet hat Penryn ein anderes Mädchen. Eines das stark ist, und laufen kann, eines, das von Narben übersäht ist und selbst Penryn den einen oder anderen Schauer über den Rücken jagt. Wie viel von der kleinen Schwester, die sie so liebt, steckt noch in diesem Mädchen? Und wie viel von ihr ist zum Menschenfresser geworden? Ich weiß nicht, ob es euch auch so geht, aber kleine Kinder jagen mir in Horrorgeschichten immer die größte Angst ein. Man weiß nie, was hinter dem unschuldigen Lächeln so alles lauert. Und dann ist da natürlich noch die durchgeknallte Mutter, die mir schon im ersten Band immer wieder eine Gäsehaut beschert hat. Für die schaurig-düstere Atmosphäre gibt es also definitiv ein Daumenhoch von mir. 

"Ihre Stimme wird zu einem Singsang, und es macht mir Angst, dass es sich dabei um denselben Gesang handelt, als ob sie beten würde. Denn dieses Mal betet sie zum Teufel."
(Seite 166)

Ein weiteres Element, das auf den ersten Blick mit Band 1 übereinstimmt, ist der Engel Raffe, der noch immer versucht, seine Flügel wiederzubekommen. Wenn man das so liest könnte man meinen, Tage der Dunkelheit sei bloß eine düstere Kopie von Nacht ohne Morgen, aber dem ist nicht so. Denn obwohl sich zwei der Haupthandlungssträngen wiederholen, ist doch sonst alles anders, und zudem spielt Raffe keine so große Rolle, wie man vielleicht meinen mag. Die meisten Gelegenheiten, in denen er erscheint, sind Rückblicke in Geschehnisse aus Band 1, die ein paar neue Informationen für uns Leser bereithalten. 

Von Tage der Dunkelheit hatte ich mir im vorhinein gewünscht, es möge düsterer und schauriger sein als Nacht ohne Morgen, und genau das ist es auch. Die grausamen Pläne der Engel, die in San Francisco herrschen, die Art, wie sich mansche Figuren weiterentwickelt haben, die blutige Action... Dieser Engelroman ist nicht wie alle anderen und genau deshalb gefällt er mir auch so gut. 



5 von 5 Punkten

Cover 1 Punkt, Idee 1 Punkt, Plot 1 Punkt, Figuren 1 Punkt, Sprache 1 Punkt

~*~ Heyne ~*~ 448 Seiten ~*~ ISBN: 978-3-453-31748-2 ~*~ Taschenbuch ~*~ 9,99€ ~*~ Aus dem Amerikanischen von Sonja Rebernik-Heidegger ~*~ 09. Januar 2017 ~*~






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