Dienstag, 4. Juli 2017

AC/DC MAXIMUM ROCK'N'ROLL - Murray Engleheart & Arnaud Durieux

Quelle Heyne


Zum Buch


~*~*~*~*~*~*~*~ MEINE MEINUNG ~*~*~*~*~*~*~*~



Es hat alles mit einem Weihnachtsgeschenk angefangen. Damals, vor vielen Jahren, noch zu Schulzeiten, haben unsere Eltern meinem Bruder und mir Karten für ein AC/DC-Konzert geschenkt - und zwei neue Hardrock- und Heavy Metal-Fans waren geboren. Wir waren schon immer ein bisschen anders als unsere Mitschüler, was den Musikgeschmack betraf. Statt der neusten Discomucke hörten wir lieber Meat Loaf, Queen und Bruce Springsteen. Aber seit diesem ersten Hardrock-Konzert hat sich unser Geschmack noch einmal weiterentwickelt. Ich könnte jetzt einen langen Vortrag darüber halten, warum ich finde, dass nur handgemachte Musik richtige Musik ist und dass Menschen, die auf der Bühne zu Playbacktonspuren herumhampeln, weil sie nicht live performen können, für mich keine Musiker sind, aber darum geht es in diesem Post nicht. In diesem Post geht es um die Band, mit der für mich alles angefangen hat und um ein Buch, das ihre Geschichte erzählt: AC/DC Maximum Rock'n'Roll von Murray Engleheart und Arnaud Durieux. 

Die Australier um Gitarrist Angus Young gelten als die erfolgreichste Hardrock-Band aller Zeiten und sind mitlerweile seit über 40 Jahren im Geschäft. Diese erweiterte und aktualisierte Ausgabe ezählt ihren Werdegang äußerst detaillier, beginnend bei den Projekten, die die Bandmitglieder vor der Gründung von AC/DC verfolgt haben, bis hin zur aktuellen Tour, die die Band mit Axl Rose als Gastsänger fortführen musste. (Hätte ich Tickets für ein solches Axl Rose-AC/DC Konzert gehabt, hätte ich sie zurückgegeben, sobald der Name des Gastsängers gefallen war...)

Man merkt schnell, dass die beiden Journalisten, die hier die Informationen zusammengetragen haben, selbst große Fans der Band sind; so richtig objektiv ist das Geschilderte also nicht, stattdessen wird viel Wert auf die positiven Ereignisse gelegt und die Band selbst in den Himmel gelobt. Da ich selbst Fan bin, finde ich das nicht weiter schlimm, aber ich glaube, eine Autobiographie hätte mir noch besser gefallen als diese von einem Fanboy geschriebene Biographie. Dafür ist diese Ausgabe eben sehr informativ und steckt voller Details, die man in anderen Biographien vielleicht nicht findet. Da muss jeder für sich selbst entscheiden, was er lieber lesen möchte.

Neben den flüssig zu lesenden Texten - teilweise liest es sich fast wie ein Roman - gibt es immer wieder einzelne schwarz-weiß Fotografien. An zwei Stellen in diesem über 600 Seiten starken Wälzer gibt es auch einige Seiten aus Fotopapier voller Auufnahmen auf und hinter der Bühne. Was die Gestaltung angeht, finde ich diese Biographie super.

Wenn zwei Fans über ihre absolute Lieblingsband erzählen und dazu noch Journalisten sind, dann entsteht ein so umfassendes Werk wie AC/DC Maximum Rock'n'Roll. Eine tolle - wenn auch sehr subjektiv gehaltene - Biographie für alle, die mehr über die Meister des Hardrocks wissen wollen.






~*~ Heyne ~*~ 624 Seite ~*~ ISBN: 978-3-453-67722-7 ~*~ Paperback ~*~ 16,99€ ~*~ Aus dem Englischen von Kirsten Borchardt, Stefan Rohmig  ~*~ 13. Juni 2017 ~*~

Kommentare:

  1. Huhu!
    Ich bin auch AC/DC Fan und war leider erst letztes jahr bei meinem ersten konzert....mit Axel Rose als Sänger. Da ich ebenso Guns'n'Roses liebe hat es mich nicht gestört und ich finde Axel hat es richtig gut gemacht, auch wenn man natürlich Angus Young nicht ersetzen kann. Mit dem Buch habe ich auch schon geliebäugelt.....;)
    Liebe Grüße
    Martina

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    1. Ja klar, wenn man Gun's'Roses mag, dann war das bestimmt ein klasse Konzert! Freut mich, dass es dir gefallen hat. :)
      Ich habe die Jungs 2008 mit Brian Johnson als Sänger gesehen (Angus ist doch noch dabei ;)) und für mich gibt's einfach keinen anderen. Aber das haben auch viele alte Fans gesagt, als Brian Johnson den leider verstorbenen Bon Scott ersetzt hat. Ist einfach Geschmackssache.
      Das Buch lohnt sich, finde ich.
      Liebe Grüße
      Miriam

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