Montag, 31. Juli 2017

EINE PRISE LIEBE - Kristen Proby

Quelle HarperCollins


Zum Buch


 ~*~*~*~*~*~*~*~ MEINE MEINUNG ~*~*~*~*~*~*~*~
 

Nach einer Verletzung, die Landon sich bei der Nutzung des Schleudersitzes zugezogen hat, muss er die Navi verlassen und darf nie wieder als Pilot in ein Flugzeug steigen. Da er nicht weiß, was er jetzt tun soll, zieht er vorerst zurück in seine Heimat Portland und hilft dort als Bauarbeiter bei seiner Schwester Mia in deren Restaurant Seduction aus. Womit er nicht gerechnet hat: dort arbeitet auch Camille, seine ehemals beste Freundin, für die er schon immer mehr als nur platonische Gefühle hatte.

"Langsam lasse ich den Blick aufwärts wandern, musterte as elegante, schwarz-graue Outfit, den Körper, der so höllisch sexy ist, und als ich bei ihren Augen ankomme, sehe ich, dass sie mich mit zu Seite geneigtem Kopf leicht belustigt, aber zurückhaltend ansieht. Das interessiert mich."
(Landon, Seite 33)

Camille kann es nicht erwarten, Landon endlich wiederzusehen. Als Teenager war sie in ihn verliebt, ihre Ehe zu ihrem Exmann Brian ist sogar an dieser Schwärmerei gescheitert. Jetzt sind sie beide erwachsen und einer Beziehung steht eigentlich nichts im Weg. Aber hat Landon überhaupt Interesse an ihr? Und hat sie noch immer das gleiche Interesse wie vor zehn Jahren, oder hat sich die Schwärmerei mittlerweile gelegt?

"Ich schlucke und muss angesichts der Ironie der ganzen Sache lachen. Gerade als ich mich entschieden habe, Abstand von Landon zu halten, nimmt er einen Job an, bei dem wir eng zusammenarbeiten müssen. Murphys Gesetzt. Verdammter Murphy."
(Cami, Seite  25)

Eine Prise Liebe ist reinste Popcorn-Unterhaltung. Einen so seichten Roman wie diesen hier hatte ich schon lange nicht mehr in der Hand und obwohl er prima für einen Tag im Freibad oder am Strand ist, weil man ihn so weglesen kann, hat er mich nicht besonders gefesselt. Ich glaube, ich fand ihn ein bisschen zu albern, alles war ein bisschen überzogen. Zum Beispiel, dass Cami bei jeder Gelegenheit stöhnt - vor Glück, vor Freude, vor Genuss, vor Lust, vor Entspannung, vor Wut... Jede Reaktion ist erst einmal ein Stöhnen.

"Das Merkwürdigste an der Sache ist, dass meine Reaktion auf Landons Nähe irgendwie ... anders ist, obwohl er es immer noch schafft, meinen Puls in die Höhe zu treiben. [E]r ist mit Anfang dreißig noch genauso heiß wie mit zwanzig. Aber er macht mich nicht länger nervös. Anscheinend sind wir doch erwachsen geworden."
(Cami, Seite 50)

Ich habe von vornehereinn nicht besonders viel von Eine Prise Liebe erwartet, es sollte mich einfach nur gut unterhalten und etwas sein, bei dem man den Kopf ausschalten kann. Das ist Kristen Proby auch gelungen - aber vielleicht etwas zu gut, weil ich bei dieser rosaroten Zuckerwatte-Happy-Ending-Geschichte immer wieder eingeschlafen bin. Mir fehlt ein bisschen das Drumherum. Dass Cami und Landon am Ende zusammenkommen, ist bei so einer Geschichte von Anfang an klar, daher hätte ich mir gewünscht, dass vielleicht das Restaurant Seduction etwas mehr im Vordergrund steht oder dass es eine andere spannende Nebenhandlung gibt. Eine Prise Liebe plätschert so vor sich hin und steuert zielsicher auf ein Ende zu, das dem Leser von Anfang an klar ist. Hier fehlt - um das Restaurant-Thema aufzugreifen - ein bisschen Pfeffer in der Geschichte.




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